Volles Haus in der Bürgerstiftung beim diesjährigen Zusammenkommen aller geförderten Schulen
Juni 2026 Auch in diesem Jahr hat Projektleiterin Lucia Rühling alle Beteiligten des Würzburger Bildungsfonds zum gemeinsamen Austausch eingeladen. Spenderinnen und Spender konnten so erneut direkt erleben, was sie mit ihrer Spende bewirken konnten.
Die Runde war diesmal besonders groß, denn fünf weitere Schulen haben sich in den vergangenen Monaten um die Aufnahme in dieses besondere Förderprojekt beworben und konnten sich bei dieser Gelegenheit persönlich vorstellen.
Seit nunmehr zehn Jahren setzt sich der Würzburger Bildungsfonds für mehr Chancengleichheit beim Zugang zu Bildung für Kinder und Jugendliche ein. Angefangen mit 25.000 Euro für fünf Schulen im Schuljahr 2016/17 haben wir mittlerweile knapp 380.000 Euro für die Förderung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen an insgesamt 12 Schulen weitergegeben - zum weit überwiegenden Teil aus Spenden finanziert.
Jede Schule erhält zum Schuljahresanfang einen Förderbeitrag von bis zu 5.000 Euro, den sie selbstständig und ohne weitere Antragsverfahren für die Förderung von ausgewählten Schülerinnen und Schülern verwenden kann.
Die Schulleiterinnen berichteten aus dem Schulalltag und stellten kurz diejenigen Projekte vor, für die sie das Geld eingesetzt haben:
Auch in diesem Jahr wurden wieder unterschiedliche Initiativen zur Sprach- und Bewegungsförderung sowie zur Steigerung des Selbstwertgefühls sehr häufig genannt. Desweitern steigt der Bedarf an gewaltpräventiven und demokratiefördernden Maßnahmen. Die Gewaltbereitschaft hat selbst an den Grundschulen spürbar zugenommen, sodass Projekten, die zu mehr Toleranz und friedlichem, offenen Miteinander führen sollen, zunehmend größere Bedeutung zukommt.
Zusätzliche Schwimmstunden für Jugendliche, die ansonsten nicht am Schwimmunterricht der Klasse teilnehmen könnten, gezielte Unterstützung für lernschwache Kinder aus bildungsfernen Familien und Zuschüsse für Ausflüge oder Klassenfahrten wurden ebenso beschrieben wie das Zurverfügungstellen von Stiftemäppchen, Heften, Turnschuhen und ähnlichen, für die Teilnahme am Unterricht unerlässlichen Dingen, wenn die Eltern das Geld hierfür nicht aufwenden können.
Die Sozialreferentin der Stadt Würzburg, Eva von Vietinghoff-Scheel, seit Mai auch zuständig für Schul- und Bildungsthemen, zeigte sich beeindruckt von der Vielzahl der unterschiedlichen Förderungen.
Am Ende dieses eindrucksvollen Nachmittags wurde allen Teilnehmenden erneut bewusst, wie wichtig es ist, allen Kindern und Jugendlichen die gleichen Chancen auf Bildung zu ermöglichen, damit sie später ihren Platz in der Gesellschaft finden und ein selbstbestimmtes Leben führen können.
Unser herzlicher Dank gilt deshalb - auch und ganz besonders im Namen der Schulen - allen Menschen, die dieses so wichtige Projekt unterstützen.
Bildunterschrift: Vertreterinnen und Vertreter der Schulen trafen sich zum gemeinsamen Austausch mit Projektpartner*innen und Förderer*innen sowie Mitgliedern des Vorstands und des Kuratoriums der Bürgerstiftung Würzburg und Umgebung. Foto: Susanne Weisenberger